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Aktuelle Kategorie: (Hautklinik)

Schutzmaßnahmen gegen Sonnenbrand - Interview mit Prof. Dr. med. Isaak Effendy

Visite: Können Sie uns sagen, welche Faktoren beim Entstehen eines Sonnenbrandes zu beachten sind?

Prof. Dr. med. Effendy: Der - hierzulande immer noch vermeintliche – bräunungsbedingte Gewinn an Attraktivität verleitet viele Menschen dazu, das Sonnenbaden oder die Nutzung von Sonnenbänken bis in den hautgefährdenden Bereich auszudehnen. Aber auch viele Menschen gefährden sich unbewusst, indem sie sich durch private oder berufliche Tätigkeiten in den Ferien einer zu hohen Strahlendosis aussetzen. Nicht nur eine vorzeitige Hautalterung - mit der Bildung von Falten und Sonnenflecken - gehören zu den Folgen, sondern auch ein erhöhtes Risiko, an Hautkrebs oder anderen lichtbedingten Hautkrankheiten zu erkranken. Aus dermatologischer Sicht sind deshalb ein vernünftiger Umgang mit Sonnenlicht sowie effiziente Lichtschutzmaßnahmen nur sinnvoll.

Pulsschlag: Allergien

Pulsschlag: kranke Herzen

Pulsschlag, gesund durchs Jahr mit dem Klinkum Bielefeld und Radio Bielefeld.

Topthema diesen Samstag: Menschen mit einer heuschnupfen sehen Frühling und Sommer oft mit gemischten Gefühlen entgegen. Während andere sich an der blühenden Pracht erfreuen, leiden sie unter Symptomen wie einer verstopften Nase, tränenden Augen oder Husten. Das alles ist mehr als lästig und mehr als nur ein bisschen Husten und Schnupfen. Viele Heuschnupfengeplagte können über Wochen kaum schlafen, arbeiten, lernen oder ihre Freizeit genießen. 

Haarausfall - Was steckt dahinter?

Haarausfall

Am 24. Februar 2016 fand eine weitere Veranstaltung der Reihe „Bürger fragen – Ärzte antworten“ in der capella hospitalis am Klinikum Bielefeld Mitte statt. Frau Dr. med. Katharina Kreutzer, Oberärztin der Hautklinik am Klinikum Bielefeld Rosenhöhe, informierte interessierte Bürger zum Thema Haarausfall. Das sensible Thema Haarausfall hat einen hohen Aufklärungsbedarf, was sich auch bei der gut besuchten Veranstaltung zeigte.

Die Sonne kommt noch - am besten ohne Sonnenbrand

Einen relativ sicheren Schutz gegen die Sonnenbestrahlung bietet das Tragen geeigneter Textilien, vorallem ein Kopfschutz

Nach trüben Tagen im Winter und Regenzeit im späten Frühjahr kommt jetzt endlich wieder die Sonne – auch wenn sie zwischendurch einige scheue Tage hat. Alle Jahre wieder freut man sich auf die warmen und hellen Tage um diese Zeit. In der Tat löst die Sonne eine Reihe positiver Wirkungen auf den Organismus aus. Die Sonne steigert die Vitalität und das Wohlbefinden, bringt den Kreislauf und den Stoffwechsel in Schwung. Die Verführung zum ausgiebigen Sonnenbaden liegt nahe. In unseren Breitengraden beschert uns die Sonne rund 1500 Sonnenstunden im Jahr. In südlicheren deutschen Städtchen auch schon mal 1900; aber immer noch kein Vergleich zu den weltweiten Spitzenreitern wie z. B. die berühmte indonesische Insel Bali: über mindestens 300 Sonnentage jährlich.

Im Interview: Prof. Dr. med. Isaak Effendy

Visite: Können Sie uns erklären, was man genau unter einer Allergie versteht und was im Körper bei einer allergischen Reaktion abläuft?

Prof. Dr. med. Effendy: Unter einer Allergie versteht man eine abnorme Reaktion des Immunabwehrsystems auf  Substanzen, die sonst bei gesunden Menschen (Nicht-Allergikern) keine allergische Reaktion verursachen. Mit anderen Worten reagiert das Immunabwehrsystem eines Allergikers auf sonst harmlose Substanzen (Nahrungsmittel, Baumpollen, Staubmilben, Duftstoffe usw.) so überempfindlich, dass die betroffene Person krank wird (Allergie). Eine Allergie ist – einfach dargestellt – eine übermäßige Reaktion des Immunabwehrsystems des Betroffenen.

Ich habe eine Allergie

Was kann ich tun, wenn das Immunsystem überreagiert?

Zu den allergologischen Hauttestungen gehören Epikutantest, Reibtest, Pricktest, Scratchtest sowie Intrakutantest. Je nach Allergie-Form werden entsprechende Hauttestungen angewandt. Die Blutuntersuchung auf spezifische Antikörper erfolgt - mit Ausnahme der Spät-Typ-Allergie (verzögerte Reaktion) - bei allen Allergie-Formen. Die Anamnese (Befragung zur Vorgeschichte) hat insbesondere bei allergischen Erkrankungen eine sehr hohe Bedeutung. Denn nur durch die korrekt dargestellte Vorgeschichte kann eine sinnvolle und rationale Allergie-Diagnostik betrieben werden.

Nahrungsmittelallergien (NMA)

Nahrungsmittelallergien (NMA)

Dass der Verzehr von Nahrungsmitteln (NM) nicht immer nur Genuss  bedeutet, sondern dass bestimmte NM bei anfälligen Personen abnorme Reaktionen hervorrufen,  ist schon seit der Antike bekannt.

Immer mehr Menschen geben an, Probleme mit Nahrungsmitteln  zu haben. Echte NMA sind jedoch weitaus seltener als angenommen. Etwa 5-7 % der Deutschen leiden an NMA, wobei Kinder deutlich häufiger betroffen sind als Erwachsene.

Zum Nachlesen: Live-Chat mit Prof. Dr. med. Isaak Effendy

Von 19 bis 20 Uhr beantwortete gestern Prof. Dr. med. Isaak Effendy im Live-Chat Fragen zu „Saison- oder Dauerschnupfen – Allergie oder Spleen?". Effendy ist Chefarzt der Hautklink im Klinikum Bielefeld Rosenhöhe. Unter einer Allergie versteht man eine Fehlreaktion des Immunsystems, das bestimmte harmlose Umweltstoffe (Allergene) als Krankheitserreger identifiziert und übertrieben stark bekämpft. Eine allergische Reaktion kann sich auf unterschiedlichste Art und Weise äußern: von juckenden tränenden Augen und Atemnot über Ekzemen auf der Haut bis hin zu einem anaphylaktischen Schock, der im schlimmsten Falle einen Kreislauf- und Atemstillstand verursachen kann.

Schwarzer Hautkrebs

Rothaarige erkranken statistisch gesehen fast fünf Mal häufiger an einem malignen Melanom als Schwarzhaarige © Subbotina Anna - Fotolia.com

Neue Therapiemöglichkeiten bieten höhere Heilungschancen.

Er ist der am häufigsten tödlich endende Hauttumor: Das maligne Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt – ein bösartiger Tumor der Pigmentzellen (Melanozyten).

Muttermale und Leberflecken regelmäßig beobachten

Muttermale und Leberflecken regelmäßig beobachten © Fly_dragonfly - Fotolia.com

In Zweidrittel der Fälle entsteht ein Melanom aus einem seit Jahren bestehenden Pigmentmal („Mutter- mal, Leberfleck“). Im Durchschnitt hat ein Mensch etwa 30 Pigmentmale auf seiner gesamten Haut. Menschen mit über 50 Pigmentmalen haben ein um den Faktor 4,8 höheres Risiko im Laufe ihres Lebens ein malignes Melanom zu bekommen als Menschen mit weniger als 10 Pigmentmalen auf ihrer Haut.