Brustkrebs

von vi|si|te (Kommentare: 0)

Brustkrebs ist im Jahr 2015 die häufigste bösartige Erkrankung der Frau, aber auch Männer erkranken daran

Brustkrebs ist im Jahr 2015 die häufigste bösartige Erkrankung der Frau, aber auch Männer erkranken daran (ca. 2%).

Pro Jahr erkranken 75 – 80.000 Frauen in der Bundesrepublik Deutschland neu an Brustkrebs.

Die Verbesserung der Früherkennung durch das Mammographie – Screening, die Verfeinerung diagnostischer Möglichkeiten und ein stärkeres Bewusstsein von Frauen für Veränderungen an ihrem Körper tragen dazu bei, auch kleinste bösartige Veränderungen in der Brust früh zu erkennen.

Neue, zielgerichtete Behandlungen und das Wissen um die Notwendigkeit individueller Behandlungsstrategien verbessern die Prognose von Betroffenen ohne dabei die Lebensqualität außer Acht zu lassen.

Wesentlich in der Behandlung ist das Mitwirken der Betroffenen, und es gibt viele Faktoren, die Patienten selbst beeinflussen können.

Sehr positiv wirken sich auf den Behandlungsverlauf aus :

  • Gewichtsregulierung
  • körperliche Aktivität
  • gesunde Ernährung
  • Abbau von Stress und Entschleunigung im Alltag
  • professionelle Unterstützung zur Stabilisierung des seelischen Wohlbefinden

Was ist Brustkrebs?

Brustkrebs (Mammakarzinom) ist der häufigste bösartige Tumor bei der Frau. Es stellt mit 28% sogar die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland dar. Jedoch sind nur ca. ein Viertel der Tumoren in der Brust bösartig. Diese werden als Karzinome bezeichnet. Die übrigen drei Viertel sind gutartig bzw. stellen Vorstufen einer möglichen Krebserkrankung dar, die mittels eines operativen Eingriffs entfernt und dadurch in der Regel wieder geheilt werden können. Ab dem vierten Lebensjahrzehnt steigt das Erkrankungsrisiko mit zunehmendem Alter langsam an. Brustkrebs lässt sich gut behandeln. Über 81% der Patientinnen sind fünf Jahre nach der behandelten Brustkrebserkrankung immer noch am Leben.

Risikofaktoren und Vorbeugung

Die Faktoren, die Brustkrebs letztlich auslösen können, sind bis heute nicht ganz klar. Diverse Umstände, die überdurchschnittlich oft im Zusammenhang mit Brustkrebs stehen und die Wahrscheinlichkeit für eine Brustkrebserkrankung erhöhen, werden im Folgenden erläutert.

Ein wesentlicher Risikofaktor ist das Alter. Mit zunehmendem Alter steigt auch die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken. Weitere Faktoren sind die weiblichen Hormone, eine genetische Vorbelastung, die Ernährung und der Lebensstil sowie die Umweltfaktoren.

Die weiblichen Hormone Östrogen und Gestagen beeinflussen nicht nur den Menstruationszyklus, sondern gleichermaßen die Entwicklung der Brust. Tumorzellen – wie auch gesunde Zellen – besitzen auf ihrer Oberfläche sogenannte Rezeptoren. Dabei handelt es sich um bestimmte Eiweiße, die die Östrogene wie eine Empfangsstation aufnehmen können. Bei solch einer Bindung wird ein Signal ausgesendet, das die Tumorzellen dazu anregt, sich zu teilen und sich dadurch schneller zu vermehren.

Eine mäßige Erhöhung des Brustkrebsrisikos evozieren Faktoren wie:

  • Eintritt der ersten Regelblutung vor dem 11. Lebensjahr
  • Eintritt der Wechseljahre nach dem 54. Lebensjahr
  • Geburt des ersten Kindes nach dem 32. Lebensjahr
  • Kinderlosigkeit

Nach neueren Untersuchungen konnte ein geringfügig erhöhtes Erkrankungsrisiko beobachtet werden, das durch die Einnahme von östrogen- und gestagenhaltigen Kombinationspräparaten zur Schwangerschaftsverhütung bedingt ist. Dies konnte auch durch die Hormonersatztherapie bei Wechseljahresbeschwerden festgestellt werden.

Des Weiteren spielt auch die genetische Vorbelastung eine wesentliche Rolle. Die Brustkrebs-Risiko-Gene werden mit einer 50%igen Wahrscheinlichkeit von der Mutter, aber auch vom Vater an Söhne und Töchter weitergegeben. Die Betroffenen müssen nicht zwangsläufig am Mammakarzinom erkranken, ihr Risiko ist jedoch erhöht.

Ernährung und Lebensstil

Hinsichtlich des Brustkrebsrisikos ist auch die Ernährung und der Lebensstil von Bedeutung, da auch die Ernährung Einfluss auf die körpereigene Hormonproduktion nimmt. Es wird angenommen, dass Übergewicht in der Kindheit und Jugend die Entwicklung von Brustkrebs begünstigt. Bei zu hohem Körpergewicht und einem hohen Körperfettanteil kann die Periode frühzeitig einsetzen. Mit der Anzahl der Menstruationszyklen erhöht sich, zwar nur mäßig, auch das Brustkrebsrisiko der Frau.

Auch übermäßiger Alkoholkonsum fördert das Risiko, da sich dadurch der Östrogenspiegel im Blut erhöht. Folsäuremangel verstärkt den negativen Effekt des Alkohols. Auch bei Frauen, die schon vor ihrem 16. Lebensjahr geraucht haben, sei das Brustkrebsrisiko erhöht.

Körperliche Aktivität ist wichtig und kann das Risiko für Brustkrebserkrankungen senken, da dadurch die Energiebilanz - Kalorienverbrauch im Verhältnis zur Kalorienaufnahme -verbessert wird und dies generell das Risiko für diverse Erkrankungen senkt.

Untersuchungsmethoden

Um Brustkrebs frühzeitig zu erkennen, kann und sollte sich die Frau die Brust regelmäßig selbst abtasten.

Nimmt man regelmäßig die gynäkologischen Vorsorgeuntersuchungen wahr, tastet auch der Arzt die Brust ab.

Weitere ärztliche Untersuchungsmethoden sind die Mammografie (Röntgenuntersuchung), die Sonografie (Ultraschalluntersuchung), die Galaktografie (Milchgangsdarstellung), die Duktuskopie (Milchgangsspiegelung), die Mamma-MR (Kernspintomografie) sowie Biopsien (Gewebeproben).

In der schwierigen Zeit der Brustkrebserkrankung und –behandlung ist ein Rückhalt mit emotionaler und praktischer Unterstützung durch den Partner und die Familie sehr wichtig. )

Weitere Informationen

Wenn Sie an weiteren Informationen zum Thema Brustkrebs und dessen Behandlungsmethoden interessiert sind, nehmen Sie gerne an der Veranstaltung des Brustzentrums Bielefeld teil! Am 24. Oktober 2015 ist das Brustzentrum ab 10:00 Uhr für Sie geöffnet.

Nähere Informationen zu der Veranstaltung erhalten Sie hier: http://www.klinikumbielefeld.de/index.php/aktuelle-veranstaltung/events/tag-der-offenen-tuer-im-brustzentrum-bielefeld.html

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