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Der Hybrid-OP-Saal

von Dr. med. Ralf Gerhard Ritter (Kommentare: 0)

Am Klinikum Bielefeld Mitte ist seit nunmehr zwei Jahren der Hybrid-OP als einer der modernsten OP-Säle der Stadt in Betrieb. Die Klinik für Kardiologie und internistische Intensivmedizin (Chefarzt Prof. Dr. med. Christoph Stellbrink) und die Klinik für Gefäß- und Endovaskular-Chirurgie (Chefarzt Dr. med. Ralf-Gerhard Ritter) nutzen gemeinsam diesen speziellen Operationssaal.

Der Hybrid-OP führt zwei verschiedene Techniken zusammen. Eine hochspezialisierte Röntgenanlage für die Darstellung von Gefäßen ist fest installiert in dem klassischen Umfeld eines modernen Operationssaales. Das besondere daran ist Interaktion zwischen Operationstisch und Röntgenanlage, die es ermöglicht komplexe Prozeduren mit weniger Kontrastmitteleinsatz und weniger Röntgenstrahlung durchzuführen. Beides stellt Vorteile nicht nur für den Patienten sondern auch für das in diesem Saal arbeitende Personal dar. Auf diese Weise können Eingriffe durchgeführt werden die beides benötigen: den offenen operativen Zugangsweg und zugleich den Einsatz von Röntgentechnik. Diese Eingriffe nennt man dann Hybrid-Operationen.

Typische Eingriffe der Klinik für Gefäß- und Endovaskular-Chirurgie sind in diesem Hybrid-OP die Implantationen von stent-graft Prothesen bei Aortenaneurysmen und die Wiedereröffnung verschlossener Beckenschlagadern oder Oberschenkelschlagadern im Zusammenhang mit offenen operativen Prozeduren an den Schlagadern in der Leiste. So werden über einen einzigen operativen Zugang in der Leiste sowohl eine Erkrankung im Becken als auch im Oberschenkel- oder Kniebereich in einem Eingriff zugleich behandelt.

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