Hitze - Tipps für die heißen Tage

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Hitze - Tipps für die heißen Tage

Sommer, die Schulferien stehen bevor! Kinder und Jugendliche freuen sich über Sonnenwetter und hohe Temperaturen. Wenn jedoch die Temperaturen bei 30 Grad Celsius oder höher liegen, wird das Wetter zur Belastung. Insbesondere ältere Menschen leiden unter den Hitzewellen, wenn sie über mehrere Tage anhalten, das hat viele Gründe:

  • Mit zunehmendem Alter funktioniert die Wärmeregulation des Körpers schlechter,
  • Körperliche Warnsignale werden nicht so schnell wahrgenommen (vermindertes Durstgefühl)
  • Häufig bestehen chronische Herz-Kreislauferkrankungen oder eine Nierenschwäche
  • Durch Medikamenteneinnahme wird der Flüssigkeitshaushalt beeinflusst

Deswegen ist es gerade für Senioren wichtig, an heißen Tagen ein paar Tipps zu beachten.

Schwitzen ist die beste Klimaanlage für den Körper
Über das Schwitzen entsteht Verdunstungskälte auf der Haut, damit der Körper auch bei hohen Aussentemperaturen nicht überhitzt. Deswegen ist das Schwitzen gesund. Jedoch muss dem Körper genug Wasser zur Verfügung gestellt werden, gerade ältere Menschen müssen besonders viel trinken, um schwitzen zu können.

Viel Trinken
Die empfohlene Menge für gesunde Erwachsene liegt bei zwei Litern täglich. Bei sehr hohen Außentemperaturen ist noch mehr Flüssigkeit notwendig. Gerade für ältere Menschen gilt: Es sollte mehr getrunken werden, als das Durstgefühl verlangt. Ein Trinkplan kann helfen, die empfohlene Menge von 2-3 Litern pro Tag zu erreichen. Da der Körper durch das Schwitzen nicht nur Wasser sondern auch Mineralstoffe verliert, muss auch hier ein Ausgleich erfolgen. Hier helfen Mineralwasser, Saftschorlen und Kräuter-/ Früchtetees als gesunde Durstlöscher. Die Getränke sollten weder heiß noch eiskalt sein. Kalte Getränke werden im Körper erwärmt, heiße gekühlt. Dadurch geben eiskalte Getränke bei äußerer Hitze unserem Körper das falsche Signal: zusätzliche Wärme zu produzieren. Es droht eine weitere Überhitzung. Ungeeignet sind außerdem Getränke, die einen flüssigkeitsentziehenden Effekt haben wie Kaffee, schwarzer Tee und Alkohol.

Das richtige Essen
Wasserreiche Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse sind ideal für heiße Tage. Durch mild gesalzene Speisen kann man den Salzverlust ebenfalls ausgleichen. Auch hier gilt: Nicht übertreiben! Nicht zu heiße Speisen, nicht zu viel kühles Eis essen, Speisen nicht versalzen.

Bei großer Hitze Aktivität vermeiden
„Alles einfach mal ruhiger angehen“ ist ein guter Tipp. Durch Muskelarbeit wird zusätzliche Wärme produziert, die der Körper wieder loswerden muss. Gerade ältere Menschen sollten es sich von den Südeuropäern abgucken und in der heißen Mittagszeit eine Siesta halten. Der Aufenthalt in der direkten Mittagssonne sollte vermieden werden, und wenn es unvermeidbar ist, dann auf Sonnenschutz achten und vor allem den Kopf bedecken. Es macht Sinn, Einkäufe und Spaziergänge besser am frühen Morgen oder späten Abend zu erledigen. Tipp für Menschen, die in einer stark überwärmten Wohnung leben (Städte / Dachgeschoss): Suchen Sie für mehrere Stunden ein klimatisiertes Gebäude auf, z.B. eine Stadtbibliothek oder ein Kaufhaus.

Aktive Abkühlung
Kneippgüsse, nasse Handtücher oder kalte Fußbäder können ein gutes Mittel sein, um heiße Sonnentage besser zu überstehen. Eine eiskalte Dusche belastet den Kreislauf zu sehr und führt (wie eiskalte Getränke) zu einer Gegenregulation des Körpers mit neuer Wärmeproduktion. Dagegen bewirkt eine lauwarme Dusche vor dem Einschlafen eine Gefäßerweiterung. Dadurch kann der Körper Wärme abgeben und man fühlt sich frischer.

Wann wird die Hitze gefährlich für Senioren?
Wenn die Hitzewelle länger anhält kommt es zur Austrocknung des Körpers, zu Verschiebungen im Blutsalzhaushalt und dadurch zu Nieren- und Kreislaufproblemen. Durch die Analyse vergangener Hitzeperioden konnten besondere Risikofaktoren herausgefunden werden. Ältere Menschen, bei denen einer oder mehrere der folgenden Faktoren zutreffen:

  • Bettlägerigkeit
  • Pflegebedürftigkeit
  • eingeschränkte Mobilität
  • soziale Isolierung
  • bestimmte Erkrankungen und Medikamenteneinnahme
  • Wohnkonstellationen wie Lage der Wohnung in städtischen Wärmeinseln oder im Dachgeschoss

sollten Kontakt zum Hausarzt aufnehmen, um abklären zu lassen, ob Blutdruck- und wassertreibende Medikamente während einer anhaltenden Hitzeperiode reduziert werden sollten. Auch alle anderen Senioren sollten bei Hitze gut auf sich aufpassen: Oben genannte Tipps beachten, sich alle 2 Tage auf die Waage stellen, auf Austrocknung achten und sich ggf. bei ihrem Hausarzt vorstellen.

Warnzeichen für eine Austrocknung können sein:

  • Eine trockene Zunge mit Furchen
  • Beim Zusammenkneifen der Haut auf den Unterarmen zieht sich diese nicht sofort wieder zurück, sondern bleibt stehen
  • Auffallende Müdigkeit und Schwäche
  • Anstieg der Körpertemperatur

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