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Mit Vitaminen durch die kalte Jahreszeit

von Julia Germann (Kommentare: 0)

Wie komme ich auch im Winter an wichtige Vitamine, und was passiert, wenn ein Mangel auftritt? Ernährungswissenschaftlerin Julia Germann von der Ernährungs- und Diabetesberatung des Klinikums Bielefeld beantwortet diese und weitere Fragen im Interview mit der Visite-Redaktion:

Vitamin A, B, C: was ist das überhaupt?

Julia Germann: Vitamine sind für den Menschen essentielle (unentbehrliche) Nährstoffe. Der Körper kann diese nicht selbst herstellen und ist daher auf die Zufuhr durch die Nahrung angewiesen. Man unterscheidet zwischen fett- und wasserlöslichen Vitaminen. Zu den fettlöslichen gehören Vitamin A, D, E und K (als Eselsbrücke hilft die Supermarktkette „EDEKA“). Diese können besonders gut aus dem Darm aufgenommen werden, wenn sie in Verbindung mit Fett eingenommen werden. Alle B-Vi-
tamine, sowie Vitamin C sind wasserlöslich. Vitamine werden für viele Stoffwechselvorgänge im Körper gebraucht und kommen sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Lebensmitteln vor.

Warum sind Vitamine so wichtig?

Julia Germann: Vi-tamine sind besonders wichtig, da sie an vielen Stoffwechselwegen beteiligt sind. Sie sind für die Aufnahme von Nährstoffen wie Kohlenhydraten und Eiweiße verantwortlich. Sie helfen bei der Verarbeitung der Nährstoffe und dienen dem Aufbau neuer Moleküle. Besonders wichtig sind diese bei der Energiegewinnung in den einzelnen Zellen. Vitamine helfen beim Aufbau von Zellen, Muskeln, Knochen, Nerven, Blutkörperchen und Zähnen. Besonders im Winter sind Vitamine wichtig für ein starkes Immunsystem und für die Bildung von Abwehrkräften.

Was passiert, wenn ein Vitaminmangel auftritt?

Julia Germann: Meist wird ein Vitaminmangel nicht direkt erkannt und diagnostiziert. Die Symp-tome eines Mangels können sehr unterschiedlich und vielfältig sein. Dadurch können sie auf viele Erkrankungen hinweisen und sind nicht immer direkt mit einem Vitaminmangel in Verbindung zu bringen. Ein langanhaltender Vitaminmangel kann auch an der Entstehung von chronischen Erkrankungen, wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Infektanfälligkeit oder Schlafstörungen beteiligt sein.

Gibt es sowas wie „zu viele Vitamine“?

Julia Germann: Grundsätzlich lässt sich sagen, dass es ein "zu viel" oder einen "Überschuss" an Vitaminen gibt. Aber man muss deutlich zwischen den beiden Vitamin-Gruppen unterscheiden. Bei Wasserlöslichen nimmt der Körper nur so viel auf, wie er braucht, denn diese können bei einem Überschuss problemlos über die Niere ausgeschieden werden. Die Fettlöslichen werden dagegen in den Fettdepots des Körpers gespeichert. Vorteilhaft dabei ist, dass sie im Gegensatz zu den wasserlöslichen Vitaminen nicht täglich aufgenommen werden müssen. Durch die Speicherung dieser Vitamine kann es aber durch einen Überschuss zu Schäden im Körper kommen. So kann die überdosierte Aufnahme von Vitamin A zu Übelkeit, Kopfschmerzen aber auch Leberschäden führen. Diese Symptome treten jedoch meist erst auf, wenn über einen langen Zeitraum eine sehr hohe Dosis an
Vitaminen eingenommen wurde, dies ist über die normale Ernährung nicht möglich. 

Was eignet sich am besten als Vitaminbombe für die kalte Jahreszeit?

Julia Germann: Um sich vor der Grippewelle im Winter zu schützen, ist es wichtig auf eine ausreichende Vitaminzufuhr zu achten. Viele Vitamine liefern zum Beispiel:

  • Großer grüner Salat mit Eiern, Käse, Paprika
  • Karotten und Nüssen
  • ein deftiger Eintopf
  • Kürbis
  • Obst als Nachtisch (Obstsalat mit Nüssen)

Übersicht über Vitamin-Lieferanten

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