Rosenhöhe steht in den Geschichtsbüchern

von vi|si|te (Kommentare: 0)

Das Darmzentrum gehört zu den Top-Adressen in Deutschland

Mit 600 Darmoperationen pro Jahr hat sich das Krankenhaus Rosenhöhe an die Spitze der Kliniken in Deutschland operiert. Eine Studie der Allgemeinen Ortskrankenkasse zählt die Rosenhöhe, die zum Klinikum Bielefeld gehört, zu den 20 größten Darmzentren in Deutschland. „Erfahrung ist unglaublich wichtig“, betont Professor Dr. Dr. Mathias Löhnert. Der Chefarzt der Klinik für Chirurgie und Koloproktologie schrieb Medizingeschichte, als er vor sieben Jahren weltweit das erste Mal einen künstlichen gelegten Darmausgang nach einer Mastdarmamputation wieder zurück verlegte. Für diesen Eingriff verwendete Löhnert das sogenannte A.M.I-Analband. Das Verfahren gehört heute zum Standardrepertoire des Klinikums.

„Der künstliche Schließmuskel wurde entwickelt, um Patienten, die noch einen eigenen besitzen, der aber zu schwach ist, zu helfen. Er kann also noch vorhandene geschwächte Schließmuskeln unterstützen und erreicht damit auch die besten Ergebnisse. Wenn bei Menschen kein Schließmuskel angelegt ist oder dieser entfernt werden musste, kann durch den künstlichen Schließmuskel eine ausreichende Stuhlhaltefähigkeit für festen Stuhlgang erreicht werden“, erklärt Professor Löhnert. Die Wahrscheinlichkeit, bei einer Darmkrebsoperation einen künstlichen Darmausgang zu erhalten, ist nach einer Operation in der Chirurgie Rosenhöhe allerdings geringer als im deutschen Durchschnitt, wie eine AOK-Studie mit Zahlen belegt. Außerdem kann das Klinikum mit weiteren Qualitätsstandards punkten: Starben laut Studie in Deutschland knapp 21 Prozent der Darmkrebspatienten innerhalb eines Jahres nach der Operation, waren es an der Rosenhöhe nur knapp vier Prozent. Geht es nach Professor Löhnert, müssten noch viel weniger Menschen an Darmkrebs sterben. Denn Darmkrebs ist zwar die zweithäufigste Todesursache bei Krebserkrankungen, doch hat die Krankheit die höchste Heilungschance – wenn sie frühzeitig erkannt wird. Die Chirurgie und Koloproktologie plädiert deshalb immer wieder für Vorsorgeuntersuchungen und fordert eine frühere Kostenübernahme für die Vorsorgemaßnahme durch die Krankenkassen.

Darmkrebs: Vorsorge rettet Leben

Empfohlen wird eine erste Vorsorge-Darmspiegelung mit 45 Jahren. Kontrollen sollten alle fünf Jahre stattfinden. Patienten, die zur Risikogruppe gehören, die Fälle von Darmkrebs in der Familie haben, unter Diabetes leiden oder Blut im Stuhlgang haben, sollten sich vorher untersuchen lassen. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen ab dem 56. Lebensjahr die Vorsorge-Darmspiegelung sowie eine Kontrolle nach zehn Jahren. Liegt ein familiäres Darmkrebs-Risiko vor, werden die Kosten eher übernommen. Ab dem 50. Lebensjahr zahlen die Kassen jährlich die Kosten für chemische Tests, bei denen der Stuhl auf Blut untersucht wird. Jährlich erkranken in Deutschland 73.000 Menschen an Darmkrebs.

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