0/5 Herzen (0 Stimmen)
Trockene Hände im Winter 0 5 0

Trockene Hände im Winter

von Prof. Dr. med. Isaak Effendy (Kommentare: 0)

Der Winter ist für unsere Hände eine echte Herausforderung: Die Kälte, das häufige Händewaschen, aber auch trockene Heizungsluft, setzen unseren Händen zu. Dass die Haut an den Händen trocken wird, zeigt sich meist zuerst an den Knöcheln. Die Haut ist von kleinen Rissen durchzogen und fühlt sich schuppig und angespannt an. Es kommt zu Rötungen und Juckreiz, im Extremfall können großflächige Abschürfungen oder sogar Ekzeme auftreten. Aber wie kommt es, dass der Winter einen so negativen Einfluss auf unsere Haut hat?

Durch die Kälte können die Talgdrüsen nicht genügend Fette bilden, um die Haut zu schützen, wodurch es zu Rissen und spröden Stellen kommt. Flüchtet man sich aus der Kälte ins warme Heim, lauert vor der Heizung schon die nächste Gefahr: Die trockene Luft entzieht der Haut ihre natürliche Feuchtigkeit. Da bedarf es Pflege, um die Hände vor den Einflüssen der dunkleren Jahreszeit zu schützen und für ausreichend Feuchtigkeit und eine starke äußere Hautbarriere zu sorgen.

Folgendes ist bei der Handpflege im Winter zu beachten:
Mehr trinken! Durch das Trinken von Wasser, Schorlen oder ungesüßten Tees werden die Hände von innen mit Feuchtigkeit versorgt.

Reinigung der Hände:
Durch häufiges Händewaschen kann Infektionen vorgebeugt werden – gleichzeitig wird der natürliche Säureschutzmantel der Haut angegriffen, besonders bei zu heißem Waschen oder dem Verwenden von fester Seife. Daher ist zu empfehlen, die Hände mit lauwarmen Wasser und einer ph-neutralen Flüssigseife zu reinigen. Nach dem Hände-waschen ist es ratsam, die Hände mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme einzureiben.

Hände richtig schützen und pflegen:
Je trockener die Haut, desto fettreicher sollte die Hautpflege sein. Pflegeprodukte mit Olivenöl oder Nachtkerzenöl sind besonders reichhaltig - Produkte, die dazu noch Urea (Harnstoff) auf der Inhaltsangabe stehen haben, binden zusätzlich Wasser in der Haut und verhindern so das erneute Austrocknen. Im Allgemeinen sind hautfreundliche, nicht-sensibilisierende Pflegeprodukte zu empfehlen.

Ist die Haut an den Händen bereits gerissen, können Pflegeprodukte mit dem Inhaltsstoff Dexpanthenol beruhigend und heilend wirken. Sollte eine rückfettende Creme nicht ausreichen, können die Hände für mehrere Minuten in ein Ölbad gehalten werden oder mit fettiger Creme eingerieben werden und über Nacht in Baumwollhandschuhe eingepackt werden. Dies macht die Haut wieder weich und angenehm. Im Freien können Handschuhe die Hände vor dem Austrocknen schützen.
Dauerhaft juckende, rissige oder schuppige Haut kann auch ein Anzeichen für eine Hautkrankheit wie Neurodermitis (atopisches Ekzem), Schuppenflechte (Psoriasis) oder Allergien sein. Sollten Sie dauerhaft an diesen Beschwerden leiden, suchen Sie Ihren Hautarzt auf.

Zurück

Einen Kommentar schreiben