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Video-Übertragung einer Operation mit dem Roboterarm Mako®

von Axel Dittmar (Kommentare: 0)

Das Klinikum Bielefeld ist nicht nur das erste Krankenhaus in NRW und OWL, sondern auch eines der wenigen in Deutschland, das derzeit mit dem innovativen Roboterarm Mako® operiert. Seit Anschaffung des Mako® Roboterarms hat das Team um Chefarzt Prof. Dr. med. Bernd über 270 Patientinnen und Patienten mit Unterstützung der innovativen Technologie erfolgreich operiert. Diese Innovation einem ausgewählten Gästekreis zu präsentieren, hatte sich das Team der Unternehmenskommunikation in Person von Stefanie Riesenberg, verantwortlich für den Bereich Fundraising, zur Aufgabe gemacht.

Gemeinsam mit Prof. Bernd und Dr. Christoph Barkhausen, dem Leitenden Oberarzt, entwickelte man die Idee, Teile einer Knieoperation, vom Sägen bis zum Einsatz eines Implantates, live in einen Veranstaltungsraum zu übertragen, wo ein kleines, ausgewähltes Publikum das Geschehen auf der Leinwand mitverfolgen konnte. Eine Live-Übertragung in dieser Größenordnung gehörte bislang noch nicht zu den Projekten, die im Klinikum Bielefeld durch die Unternehmenskommunikation organisiert wurden, weshalb man bei der Planung und Umsetzung eines technisch so anspruchsvollen Projektes von Null begann. Mit dem Team der Firma ams – Radio und MediaSolutions war auch ein langjähriger Partner mit an Board, mit dem man bereits die Übertragung einer Veranstaltung mit dem Mako® Roboterarm aus der Stadthalle Bielefeld ins Internet realisiert hatte.
Mit Unterstützung der IT-Abteilung und der Technischen Abteilung des Klinikums wurden die richtigen Rahmenbedingungen für eine Übertragung geschaffen.

Etwa 50 geladene Gäste hatten sich zur Veranstaltung am 13. November angemeldet. Michael Ackermann, Geschäftsführer des Klinikums Bielefeld, begrüßte die Gäste und übernahm es, in das Thema einzuführen und einen Bezug zu den bevorstehenden Herausforderungen des Klinikums als künftiger Teil der Medizinischen Fakultät herzustellen. Medizinische Innovationen seien für ein Gelingen des Projektes unerlässlich, so Ackermann.

Seit November 2018 arbeitet die Klinik für Orthopädie im Zentrum für Orthopädie und Unfallchi-rurgie am Klinikum Bielefeld mit besonderer technischer Unterstützung. Prof. Dr. med. Ludger Bernd und sein Team nutzen für die Operationen beim Ersatz von Kniegelenken die Hilfe eines Roboterarms: Das Modell Mako® von der Firma Stryker, die Implantate, Instrumente und Systeme für den orthopädischen und chirurgischen Bereich herstellt.
Durch die Arbeit mit einem Operationsroboter werden der orthopädischen Chirurgie neue Möglichkeiten eröffnet: Auf der Basis CT-basierter 3D-Modelle ermöglichen sie zielgenaue, auf den geplanten Bereich begrenzte Eingriffe – immer unter vollständiger Kontrolle der Operateurin oder des Operateurs und mit einer Präzision und Sicherheit, die mit herkömmlichen Instrumenten nicht erreichbar sind. Die Operateurin oder der Operateur kann Knieimplantate exakt an die individuelle Anatomie der Patienten anpassen und ausrichten. Patienten profitieren von einem minimalen Eingriff, einer schnelleren Erholung und einer einfacheren Physiotherapie.

Die „Moderation“ der Kniegelenks-Operation übernahm Professor Bernd, der über einen „Knopf im Ohr“ mit dem OP und dem Operateur, Oberarzt Dr. med. Christoph Barkhausen, verbunden war. Dieser begrüßte die Gäste live aus dem Operationssaal, in dem die Patientin bereits für den Eingriff vorbereitet wurde, und stellte sein Team vor. Die Besucher-innen und Besucher wurden sowohl während der Live-Sequenzen aus dem OP als auch durch Vorträge im Vortragsraum Zeuge der präzisen und innovativen Funktionsweise des Mako®-Roboters: Zwischen den Live-Schaltungen in den Operationssaal erläuterte Professor Bernd, welchen Mehrwert der Roboterarm Mako® für die Arbeit der Orthopäden hat. Durch die Berechnungen des Systems kann der poröse Knochen millimetergenau abgetragen werden. Ein „Ausrutschen“, bei dem eine Sehne oder gesundes Knochengewebe verletzt werden könnte, ist unmöglich. Dies konnte Dr. Barkhausen demonstrieren, indem er versuchte, den Mako® entgegen der berechneten Schnittfläche zu bewegen – keine Chance! Der Roboterarm weicht keinen Millimeter von seiner berechneten Bewegung ab – lediglich, um sich neu zu adjustieren, sollte das Knie seine Position verändern.

Nach Beendigung der Live-Übertragung gab es die Möglichkeit, Fragen an Prof. Bernd und Herrn Ackermann zu stellen – aber auch das OP-Team ließ es sich nicht nehmen, nach erfolgreichem Abschluss der Operation im Veranstaltungsraum zu erscheinen, um sich mit den Gästen auszutauschen. Die Gäste gingen begeistert und mit der Erkenntnis nach Hause, dass im Klinikum Bielefeld moderne Technolo-gien zum Einsatz kommen, die den Patientinnen und Patienten unmittelbar zu Gute kommen.

Ansprechpartnerin Fundraising

Unternehmenskommunikation
Fundraising/ Kommunikation

Stefanie Riesenberg

Telefon: 05 21. 5 81 - 20 82
E-Mail: stefanie.riesenberg@klinikumbielefeld.de

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