Digitale Suche für die Nachsorge - Pflegedienste und Pflegeheime finden mit Recare

von visite (Kommentare: 0)

Die Plattform Recare unterstützt den Sozialdienst bei der Suche nach einem passenden Versorger im Bereich der ambulanten und stationären Pflege nach der Krankenhausbehandlung. Im September wird die digitale Dienstleistung bereits seit einem Jahr genutzt.

Für viele Patientinnen und Patienten stellt sich mit der Entlassung aus dem Krankenhaus die Frage nach der pflegerischen Weiterversorgung. Nach Abschluss der medizinischen Behandlung besteht nicht selten ein vorübergehender oder auch andauernder pflegerischer Versorgungsbedarf. Ob zur Sicherung der medizinischen Behandlung in der Häuslichkeit oder zur umfangreichen grundpflegerischen Versorgung, viele Patientinnen und Patienten sind weiterhin auf Hilfe und Unterstützung angewiesen.

Die Suche nach einem geeigneten Pflegedienst oder einer Pflegeeinrichtung ist inzwischen zu einer großen Herausforderung geworden. Da der Anteil von Pflegebedürftigen in der Gesellschaft in den letzten Jahren gestiegen ist, sind viele ambulante und stationäre Einrichtungen und Dienste stark ausgelastet. Freie Plätze sind selten kurzfristig verfügbar, Kapazitäten in der Versorgung fehlen.

Wenn Patientinnen, Patienten und Angehörige selbst keinen passenden Nachversorger finden können, unterstützen die Mitarbeiter*innen des Sozialdienstes bei der Suche. Mit der internetbasierten Plattform Recare, die seit einem Jahr in Nutzung ist, konnte der Suchprozess überwiegend digitalisiert werden. Während vor der Nutzung der Plattform potentielle Nachversorger telefonisch angefragt werden mussten, können nun mit Hilfe der Plattform Anfragen automatisch an die entsprechenden Dienste gestellt werden. Dazu werden die relevanten Patientendaten – entsprechend der Vorgaben des Datenschutzes und der Datensicherheit – in eine Suchmaske eingetragen, anonymisiert und dann passende Nachversorger digital angefragt. Anhand der mitgeteilten Informationen zum individuellen Versorgungsbedarf kann der jeweilige Nachversorger entscheiden, ob die Patientin oder der Patient übernommen werden kann. So können zahlreiche Anrufe in den Einrichtungen vermieden, die Anfragen zu einem passenden Zeitpunkt bearbeitet und die Antworten – natürlich digital – an das Team des Sozialdienstes zurückgespielt werden. Auch Rückfragen zum jeweiligen Unterstützungsbedarf der Patientinnen und Patienten können über die Plattform beantwortet werden. Der Austausch der Patientendaten erfolgt erst nach Rücksprache mit den Patientinnen und Patienten im Falle der Versorgungsübernahme.

Durch die Nutzung der Vermittlungsplattform wird die Zahl der häufig nicht erfolgreichen Telefonanrufe bei der Suche nach einem Nachversorger verringert und im Bereich des Sozialdienstes Zeit für die Beratung der Patientinnen, Patienten und ihrer Angehörigen freigesetzt. Ein weiterer Vorteil von Recare ist, dass die Plattform bundesweit arbeitet und Nachversorger in ganz Deutschland kontaktiert werden können. Ist zum Beispiel ein häuslicher Pflegedienst in Sennestadt erforderlich, kann dieser über die Plattform genauso angefragt werden wie eine Kurzzeitpflegeeinrichtung in Hannover oder ein Pflegeheim in Münster. Voraussetzung ist jedoch, dass die Einrichtungen sich vorab registrieren, was kostenfrei möglich ist.

Die Praxis zeigt, dass die Suche über die Plattform eine hilfreiche Ergänzung für den Sozialdienst, die Patientinnen, Patienten und ihre Angehörigen ist. Durch den digitalen Prozess entfallen viele Telefonate, die Dokumentation der Vermittlung und der angefragten Einrichtungen wird vereinfacht und häufig kostbare Zeit gespart.

Die Suche nach Kurzzeitpflegeplätzen ist und bleibt aber schwierig, denn die Anzahl der verfügbaren Plätze ist gering. Leistungen ambulanter Pflegedienste und hauswirtschaftlicher Dienste können hingegen vergleichsweise schnell vermittelt werden. Patientinnen und Patienten profitieren in jedem Fall vom Einsatz digitaler Lösungen, wenn sie zeitnah und gut versorgt wieder nach Hause entlassen werden können.

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