Gebärmutterhalskrebs – Ursachen, Behandlung und Schutzmaßnahmen

von visite (Kommentare: 0)

Das Zervixkarzinom, vielen besser bekannt als Gebärmutterhalskrebs, ist in der heutigen Zeit leider immer noch sehr präsent. Weltweit erkranken jährlich immer noch ca. 500.000 Frauen daran, von denen 300.000 an den Konsequenzen sterben. Gebärmutterhalskrebs ist eine ernsthafte Erkrankung, welche dramatische Konsequenzen nach sich ziehen kann, solange sie nicht behandelt wird. Häufig tritt die Krankheit in einem Alter von 52,5 Jahren auf.

Bei dem Zervixkarzinom entwickeln sich bösartige Krebszellen, welche sich im Gebärmutterhalsgewebe (Öffnung der Gebärmutter, der sie mit der Scheide verbindet) ansiedeln. Die Zahl der Erkrankungen ist immer noch sehr hoch: in Deutschland liegt sie bei ca. 4600 Frauen pro Jahr.

Eine mögliche Ursache ist eine Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV), die zunächst zu einer Vorstufe einer Krebserkrankung führen. Weitere Risikofaktoren, wie zum Beispiel das Sexualverhalten, Frühgeburten, Unterdrückung der Immunabwehr, Hormone, Rauchen, Ernährung (bestimmte Mangelernährung) und genetische Übertragbarkeit erhöhen das Erkrankungsrisiko.

Zu Anfang sind bei Gebärmutterhalskrebs noch keine Beschwerden feststellbar. Erst im fortgeschrittenen Stadium können Symptome wie vaginale Blutungen, Gewichtsabnahme, Juckreiz, übelriechender Ausfluss oder Rücken- und Unterbauchschmerzen Hinweise auf die Erkrankung sein.

Der Verlauf der Erkrankung hängt neben der Größe des Tumors auch mit den befallenen Lymphknoten zusammen.

Die Krankheit ist mit drei Therapiemethoden behandelbar: Einmal in Form einer Operation, einer Strahlen- oder einer Chemotherapie. Der Unterschied zwischen der Strahlen- und Chemotherapie ist der, dass bei der Chemotherapie spezielle Krebsmedikamente zum „Abtöten“ der Krebszellen eingesetzt werden, was bei der Strahlentherapie Röntgenstrahlen bewirken sollen.

Trotz der Therapien kann es sein, das der Krebs nach geringer Zeit oder auch erst nach einigen Jahren wieder zurück kehrt. Demnach müssen dann Therapiemethoden eingesetzt werden, die bei der erst Behandlung noch nicht vorgenommen wurden.

Eine regelmäßige Kontrolle im Abstand von drei Monaten ist bei so einer schwerwiegenden Erkrankung unbedingt notwendig. So kann die Neubildung von Tumorgewebe ausgeschlossen oder gegebenenfalls direkt behandelt werden.

Doch kann man sich vor dieser Erkrankung überhaupt schützen? Die Antwort auf diese Frage lautet definitiv „ja!“. Da die HP Viren ursächlich für die Entstehung des Cervixkarzinom verantwortlich sind, kann man sich mit einer HPV Impfung von der Infektion schützen.

Die Impfung richtet sich vor allem an Mädchen und mittlerweile auch Jungen (STIKO 2018) im Alter von 9 bis 14 Jahren. Auch später, sogar im Erwachsenenalter kann man sich gegen HPV impfen lassen. Die Wirksamkeit dieser Impfung ist allerdings davon abhängig, ob bereits eine HPV Infektion besteht oder nicht.

Zurück

Einen Kommentar schreiben